Biografie Mike Zito

 

Heutzutage rennt die Zeit. Aufregende Neuigkeiten. Schnellfeuer – Tweets. Eine unendliche Flut an (Fehl) – Informationen. Make Blues Not War, ein Album was dazu auffordert sich auszuloggen, abzumelden, abzuschalten und ganz altmodischen Musik zu hören. „Heutzutage hören wir 24/7 Neuigkeiten“, sagt Mike Zito. „Der Nachrichtenfluss stoppt nicht und alles wird zur Propaganda. Aber wenn man die Nachrichten abschaltet und Blues anschaltet, dann wird die Welt ein wundervoller Ort. Ich denke Musik kann alle Wunden heilen. Konnte es immer und wird es immer können.“ Das 2016 von Ruf Records veröffentlichte Make Blues Not War ist Mikes zweites Album, nachdem er die Royal Southern Brothernhood verlassen hat. Es ist seine insgesamt dreizehnte Veröffentlichung und sicherlich die aktuell energiegeladenste. „Make Blues Not War ist ein Spaß Album ", sagt Zito, „voll von gitarrenreichem Blues. Es sind sehr peppige Aufnahmen mit einer intensiven Energie. Blues sollte sich gut anfühlen und ich denke, diese Aufnahmen haben ihren Zweck erfüllt."
Die Positivität begann bei den Album-Sessions, als Mike neben Grammy Award Gewinner Tom Hambridge in den Sound Stage Studios in Nashville, Tennessee spielte. „Es hat so viel Spaß gemacht", erinnert er sich. „Es ist ein vollständiges Live-Album, wo alle Musiker eingesetzt und aufgenommen wurden. Die Energie war genial und manchmal fingen wir einfach an zu lachen, weil alles so intensiv und spannend war."
Durch die gewonnen Dynamik flossen die Lieder einfach, das hektische Showboating bei Crazy Legs, der slow –burn von Red Bird und der rauchige Slide bei Girl back Home und natürlich Mikes Facettenreichtum. „Es war an der Zeit", sagt er, „den Blues zurück zu bringen und meine Gitarre zu spielen. Mein Produzent Tom Hambridge und ich haben seit Jahren von einen Kick ass Blues-Rock-Album gesprochen."
Wenn es um Mikes Texte geht, suchen die Songs den Silberstreif am Horizont in einer sonst unruhigen Welt. „Ich liebe es Lieder zu schreiben und tiefe Gefühle zu teilen", sagt er, „aber ich hab auch gern Spaß - das ist es was dieses Album ausmacht.“ Chip Off The Block wurde für mein ältester Sohn geschrieben, Zack Zito, er ist der veröffentlichte Gitarrist auf diesem Track. Es ist seine erste Einführung in die Musikwelt und er hat einen tollen Job gemacht. Ich könnte nicht stolzer auf ihn sein. Er geht im nächsten Frühjahr aufs College und im Sommer mit mir auf Tour - ich kann es nicht abwarten.“
Road Dog“, ergänzt Mike den wehmütigen Albums Slow-Blues Reisebericht, „ist wirklich die schwerste Melodie auf diesem Album. Es geht um das Lebensdrama auf der Straße. Ich weiß, dass es manchmal klischeehaft erscheinen kann aber so ist das Leben das ich führe. Ich vermisse meine Familie, vermisse meine Frau, aber das ist was ich tue. Ich verreise immer.“ Mike hat mehr als zwei Jahrzehnten auf Tour verbracht. Er wuchs in St. Louis auf, sein Job im Gitarrenladen in der Innenstadt konfrontierte ihn mit Blues Schwergewichten wie BB King, the Allmans und Eric Clapton (dann Joe Pass, Robert Johnson und Blind Willie Johnson). Daraufhin wechselte er ins aktive Musiker Business. Im Jahr 1997 veröffentlichte Mike sein Debütalbum Blue Room und er hatte große Ziele. „Das erste Mal, wenn man sich selber hört“, erinnert er sich, „denkt man `Wow´, das klingt fast wie Musik!“
Dann kamen die Unebenheiten der Straße. Post-millennium, Alkoholismus und Drogenmissbrauch drohten Mike, sein Talent und seine Existenzgrundlage zu rauben: eine Periode stark auf dem Titeltrack „I just couldn’t stop „ vom 2011 gefeierten Greyhound Album zu hören. Er gesteht: „Und viele der Möglichkeiten, die ich damals hatte – sind jetzt weg.“
Zum Glück brachte die Epiphanie seine geliebten Frau zu treffen, Mike auf neue Wege. Im Jahr 2012 fand er neue Inspiration im A-List Lineup Royal Southern Brotherhood, dann ging er mit dem gefeierten Solo-Alben Gone To Texas (2013) and Keep Coming Back (2015)nach Texas. „Ich habe noch viele Hürden zu nehmen und weitere Ziele“, sagt er, „aber ich bin sehr zufrieden und dankbar damit, wie ich mich als Künstler entwickele.“ Jetzt kommt Make Blues Not War: ein weiterer Schritt nach oben für diesen faszinierenden Gesellen. „Ich bin so stolz auf dieses neue Album“, sagt Mike. „Es geht um die Freude die ich empfinde, wenn ich Johnny Winter und Muddy Waters, Stevie Ray Vaughan und Luther Allison höre. Ihre Musik macht mich glücklich und erinnert mich dran, warum ich Gitarre und Blues spielen wollte - Frei und ehrlich, laut und stolz zu sein. Ich hoffe jeder genießt dieses Album so sehr, wie ich Spaß dabei hatte es zu produzieren ...“

 

 

                                                                                                                                    

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