Biografie Skinny Molly

Der amerikanische Süden ist nicht nur eine geografische Region. Es ist ein „State of mind“, ein Lebensstil. Es ist die Art zu denken, zu trinken und sich Respekt zu erweisen. Es ist das Land, in dem die Musik regiert und die Bands, die sie machen, Götter sind. Wenn du südlich der Mason-Dixon-Linie eine Gitarre spielst, stehst du in einer Rock’n’Roll-Tradition, die von Größen wie den Allman Brothers und  Lynyrd Skynyrd angeführt wird. Wir schreiben das Jahr 2012 und Skinny Molly kommt, um an die Spitze zu stürmen und diese Szene zu erobern, die nach neuen Helden sucht.
Die vier Mitglieder von Skinny Molly mögen einen imposanten Hintergrund haben, aber bei Haywire Riot geht es nur um das Hier und Jetzt. Im frühen Herbst durch Ruf Records veröffentlicht ist dies ein Album, das die moderne Rockszene mit Old School-Werten des Songwritings, tiefgehenden Lyrics und energiegeladenen Performances erobert.
Tritt in Skinny Mollys Welt ein und du wirst dem trügerischen Lover aus Lie To Me begegnen, dem Mädchen aus Too Bad To Be True, das in ihrer Handtasche eine Pistole versteckt, und dem giftigen Ruf des Alkohols aus Devil In The Bottle.  Die Musik reicht von den swingenden Riffs aus If You Don’t care bis hin zu dem nachdenklichen Akustik-Vibe aus None Of Me- das ist das Maximum an Rock’n’Roll, ohne Anmaßung, und wenn Mike Estes im gleichnamigen Song donnert: “Hey Rock-Star, just shut up and rock!“, dann gibt es keinen Zweifel, dass der Sänger von Skinny Molly seinen Part vorbildlich erfüllt.
Aber Killersongs machen nur die Hälfte des Bildes aus. Bei großartiger Rockmusik geht es auch um Chemie und wenn die Wände der Alabama Swamper Sound Studios sprechen könnten, dann würden sie sicher von einer Recordsession erzählen, bei der vier Weltklassemusiker aufeinandertrafen und den Zauber einfingen. Als Sänger, Gitarrist, Mandolinenspieler und Bariton ist Mike eine Naturgewalt. Jay Johnson besticht durch seine ausgezeichnete Gitarrenarbeit, während Kurt Pietro (Schlagzeug) und Luke Bradshaw (Bass) mit Swing und Schärfe zugleich roh und grazil wirken.
Haywire Riot ist das Album, das uns Skinny Molly seit 2004 versprochen hat, als Mike mit Kurt und dem ursprünglichen Gitarristen Dave Hlubek für eine Tour durch Europa zusammenkam, die nie endete. Bald darauf ließ uns das Debutalbum No Good Deed mit ersten Anzeichen seiner Klasse durch Songs wie Straight Shooter und Better Then I Should hellhörig werden.
Haywire Riot wird mit Sicherheit neue Fans dieser Musikrichtung gewinnen, aber es schadet auch nicht, dass alle vier Skinny Molly-Mitglieder für sich bereits Legenden sind. Nachdem Mike bereits als Teenager Freundschaft mit Allen Collins schloss,  wurde seine erste Band, Helen Highwater, durch die spätere Lynyrd Skynyrd-Ikone getauft und betreut. Der Bund wurde noch vertieft, als die junge Band Skynyrds Tribute Tour 1987 eröffnete.
Nach der Skynyrd-Zeit hat Mike die Billboard Charts mit der Single White Knuckle Rise erobert und außerdem zwei Soloalben (Driving Sideways und Brave New South) veröffentlicht. Im Jahr 1995 wurde er in den Hollywood Rock Walk of Fame aufgenommen, mit Skinny Molly hingegen bekommt man den Eindruck, dass er gerade erst richtig loslegt.
Kurt war Skinny Mollys Schlagzeuger von Beginn an. Unter dem Einfluss von Musikern wie Jakson Spires von Blackfoot und Tommy Lee von Mötley Crüe entwickelte er seine eigene einzigartige Technik, die ihn bald von einem Neuling zu einem Meister in den heiligen Michigan Studios werden ließ.
Kurts Fähigkeiten erforderten ein außergewöhnliches Basstalent und im Jahr 2012 wurde Skinny Molly durch Luke Bradshaw komplettiert. Gleichmäßig erfahren am Elektro- und Standupbass und in der Lage, sein Talent jedwedem Projekt zu widmen, ist Luke als Mitglied von Skinny Molly doch wohl einfach am besten.
Mit Mike Estes im Lineup könnten sich manche Gitarristen unter Druck gesetzt fühlen. Nicht so Jay Johnson: Möglicherweise der einzige Musiker, der fähig ist, seinem Frontmann die Stirn zu bieten.
Einzeln für sich sind sie bereits großartig. Wenn diese Musiker als Skinny Molly zusammen  kommen, dann ergibt das einen Molotov-Cocktail aus Talent, der mit Sicherheit einschlagen wird, wenn ihr zweites Album veröffentlicht wird. Sicher, bei den Jungs mögen die Dinge ein wenig “haywire” laufen. Aber vertraut uns- you’ll definitely have a riot!

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