Biografie Eliana Cargnelutti

Electric Woman markiert das internationale Solo-Debüt der italienischen Musikerin Eliana Cargnelutti und zeugt einmal mehr von Ruf Records' Bereitschaft, über den Tellerrand zu schauen. Das Projekt vereint einzigartige Talente aus diversen Genres und verschiedenen Teilen der Welt. Dazu gehört der gefeierte amerikanische Bluesman Albert Castiglia, der das Album produziert, sowie der Rock- und Metal-Spezialist Timo Rotten, der die Platte in seiner deutschen Heimat aufgenommen und abgemischt hat. Mit dabei im Studio waren die erfahrenen Allrounder Jamie Little (Schlagzeug), Roger Inniss (Bass) und John Ginty (Keyboard). Gemastert wurde Electric Woman in New Orleans vom Grammy-Gewinner David Farrell (Irma Thomas, Royal Southern Brotherhood u.v.a.).  
Im Mittelpunkt steht natürlich die Sängerin und Gitarristin Cargnelutti, die eine freche und rebellische Attitüde mit enormem technischem Können verbindet. In ihrer jungen Karriere spielte die aufstrebende Künstlerin aus dem italienischen Udine schon neben den Besten der heimischen Blues-Szene und war auch im Soul-, Jazz-, Funk- und Heavy Metal-Bereich unterwegs. „Ich komme vom Rock und Metal“, verrät sie. „Sie werden immer Teil meiner musikalischen Sprache bleiben.“ Tatsächlich zeigen Tracks wie „Just For Me“ oder „Show Me“, dass Hard Rock und Heavy Metal ihr noch immer sehr am Herzen liegen. „Hier hört man viele meiner Einflüsse: Guns N‘ Roses, Joe Bonamassa, Eric Sardinas, Susan Tedeschi, Aretha Franklin, Stevie Ray Vaughan und Led Zeppelin.“
Obwohl sie sich vor den Sessions im Herbst 2014 erst ein einziges Mal begegnet sind, war der Produzent Castiglia vom Jungtalent aus Norditalien sofort begeistert. „Eliana ist einerseits eine technisch versierte Gitarristin, versteht es aber auch, sich schwer ins Zeug zu legen. Sie braucht sich vor keiner Gitarristin der Welt verstecken. Ihr Stimmumfang ist dazu sehr beeindruckend und erinnert mich an die großen Sängerinnen der 80er Jahre, wie etwa Joan Jett, Ann Wilson oder Pat Benatar.“
Weil Girls With Guitars – ihre gemeinsame Arbeit mit den Blues Caravan-Tourpartnerinnen Heather Crosse und Sadie Johnson – erst seit einigen Wochen fertig war, blieb Cargnelutti nur wenig Zeit, sich auf das neue Soloprojekt vorzubereiten. Dem großen Druck hat sie standgehalten: Sie schrieb acht neue Songs in nur drei Wochen und kam startbereit ins Studio. „Es war wie eine Art Prüfung für mich und meine Fähigkeiten“, sagt sie Monate später. „Den Druck habe ich zwar gespürt, aber nur, weil ich unbedingt ein gutes Ergebnis wollte. Ohne Fleiß kein Preis!“
Coverversionen von dem Allman Brothers-Titel „Soulshine“, der Savoy Brown-Nummer „Street Corner Talking“ und dem AC/DC-Klassiker „There's Gonna Be Some Rockin'“ runden eine breitgefächerte, von Rock-, Blues- und Soul-geprägte Trackliste ab. Castiglia half mit den Arrangements, feilte mit Cargnelutti an den Songtexten und griff auch selbst mehrmals in die sechs Saiten: Bei „Just For Me“, dem vorgenannten AC/DC-Titel sowie im Rahmen des knisternden Gitarrenduells „Eliana's Boogie“ am Ende des Platte. „Meine Rolle als Produzent“, sagt der in Florida ansässige Bluesman, „war Eliana bei der Verwirklichung ihrer künstlerischen Vision zu helfen. Sie war für konstruktive Kritik offen und verhielt sich äußerst professionell. Wir arbeiten sehr gut zusammen.“
Beim wohl am meisten autobiographischen Stück des Albums – dieses verfasste Cargnelutti erst am Tag vor Beginn der Sessions – geht es um eine Schlüsselfrage, die sich jeder junge Blueskünstler irgendwann stellen muss: „Why Do I Sing The Blues?“ In den Zeilen dieses Songs wird mit großer Offenheit der bisherige Lebensweg der Sängerin erleuchtet: Sie blickt auf eine sorglose Jugend zurück („the best of life under the sun“), berichtet vom täglichen Überlebenskampf einer Berufsmusikerin („teaching days and playing nights“) und schaut letztendlich mit Hoffnung und Zuversicht in die Zukunft: „I'm ready to take on this great big world, it better be ready for me.“
Auf Electric Woman erweitert Eliana Cargnelutti buchstäblich den eigenen Horizont. Mit viel Engagement und Durchsetzungskraft hat die taffe Italienerin mithilfe einer Reihe von Weltklasse-Studiotalenten ein überzeugendes Debüt auf der internationalen Bühne vorgelegt.

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