Biografie Si Cranstoun

Die richtige Musik kann an einem schlechten Tag die Rettung sein. Man kann vom Pech verfolgt, von Gott verlassen oder einfach nur am Ende sein - aber es ist schlichtweg unmöglich deprimiert zu bleiben, wenn Si Cranstouns neues Album Old School läuft. In einer monotonen Schwarz-Weiß-Welt ist dieses Album geradezu eine Farbexplosion, die dich deine Sorgen vergessen lässt und dich unweigerlich zum Tanzen bringt. „Ich hatte das Gefühl, es ist an der Zeit für eine richtige Retro-Platte“, sagt der er in London geborene Musiker. „Ich empfehle euch das Album bereits am Morgen zu hören, um richtig wach zu werden – und dann noch einmal am Abend, um richtig abzuschalten!“
Si wurde von The Express bereits „King of Vintage“ genannt und darf sich über die Unterstützung von einflussreichen DJs wie Terry Wogan und Chris Evans freuen. Das im August 2016 bei Ruf Records veröffentlichte Album Old School legt nun noch einmal nach – wie gewohnt inspiriert von Größen wie Jackie Wilson, Sam Cooke und Big Joe Turner. „Mein Musikgeschmack“, erzählt Si, „das sind die 40er, 50er und 60er!“
Während der Stil von Old School ganz klar retro ist, so ist es doch trotzdem ein Album für das Hier und Jetzt. Vor allem das Talent zum Songwriting und die Gesangsqualitäten des Bandleaders geben dem Vintagestil einen frischen Sound. „Das Album verkörpert das, was ich bin und den rockigen Rhythm ‘n‘ Blues, der mich bewegt“, erklärt er. „Alle Songs haben einen auf ihre Art speziellen Klang und sie alle sind meinem verrückten Kopf entsprungen.“
Tatsächlich hatte Si eine so genaue Vorstellung von Old School, dass er neben Gesang und verschiedenen Instrumenten auch noch die Produktion übernahm.  Mit seinem Werk will er euch zum Tanzen auffordern. Schon bei den Piano- und Bläserklängen des Titelsongs wird es euch förmlich auf die Tanzfläche ziehen. Ob „Vegas Baby“, das all die Abenteuer eines Trips nach Sin City  beschreibt, „Right Girl“, das wie ein melodisches Feuerwerk anmutet, oder der eher bluesige „Thames River Song“ – keiner dieser Songs wird euch loslassen. „Ich bin auf all diese Songs stolz“, erzählt Si, „und ich will sie natürlich auch live spielen, überall.“
Um Si wirklich verstehen zu können, hört euch „Commoner To King“ an und insbesondere die Textzeile „lonely days of scrimping and scraping“. Es geht um ein Thema, mit dem sich Si sicherlich auch persönlich identifizieren kann. In London als Sohn eines Ska-Promoters geboren hat sich Si früher zusammen mit seinem Bruder als The Dualers als Straßenmusiker verdient gemacht. „Es hatte für mich immer etwas Besonderes“, erinnert sich Si. „Es gab aber natürlich auch nicht so gute Dinge, wie schlechtes Wetter, die Konkurrenz, die Betrunkenen…“
Später versuchte Si den Sprung in den Mainstreambereich mit einer selbstveröffentlichten Single – und schaffte es damit bis auf Platz 21 in Großbritannien. Doch als sich daraus keine neuen Möglichkeiten ergaben, ging Si durch eine Phase der Selbstprüfung. „Ich hatte meine Hoffnungen auf den großen Durchbruch aufgegeben“, gibt Si zu, „doch ich habe weiterhin Musik gemacht.“
Zum Glück zog der Song „Dynamo“, den er mit seiner neuen Band aufgenommen hat, Si wieder aus dem Trott und verlieh ihm neue Energie , um 2014 schließlich sein gerühmtes Album Modern Life zu veröffentlichen (und sich damit über Monate in den iTunes-Blues-Charts zu halten).   
Jetzt erscheint Old School. Mit seinem einzigartigen Charisma und den bis dahin besten Songs seiner Karriere, verspricht dieses Album die Herzen und Ohren der Menschen zu erobern. „Es wäre einfach großartig, wenn Old School von so vielen Menschen wie möglich gehört wird“, sagt der Bandleader. „Und wenn wir mit diesem Album auf Tour gehen, dann um den Saal zum Beben zu bringen!“ 

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