Biografie Oli Brown

Bei Oli Brown tut sich gerade richtig viel. Die Welt kennt seinen Namen. Die Szene kennt seinen Ruf. Seine Mission, den Blues-Rock den Menschen näher zu bringen, hat ihn durch verschiedene Erdteile gebracht, durch mehrere Zeitzonen geführt und Sprachbarrieren durchbrechen lassen. Doch egal wie weit ihn der Tourbus auch bringt, Oli wird nie vergessen, wo seine Wurzeln liegen, noch die Stadt, die ihm seinen Weg in die Musik gezeigt hat. So kam es auch, dass er am 16. Dezember 2012 in die Stadt zurückkehrte, in der er einst auf dem Schulhof von einem Plattendeal träumte – nur um jetzt als gefeierter Held ein Heimatkonzert zu geben, das Seinesgleichen sucht.
Sicherlich war Oli bereits des Öfteren zu Konzerten in Norwich, um seinen treuen Fans aus der Heimat für ihre Unterstützung zu Beginn seiner Karriere zu danken. Und doch war der Einsatz bei diesem Gig höher und die Luft knisterte noch ein wenig mehr als sonst, denn dieses Mal zog die Band zusammen mit einer Filmcrew in das Waterfront ein, um die Show für die neueste Veröffentlichung der Songs From The Road-Reihe von Ruf Records aufzunehmen. „Ich wollte unbedingt meine Live-Show in Norwich aufnehmen“, erklärt der Bluesmusiker. „Hier waren alle so gut zu mir.“
Im Juni 2013 als CD/DVD-Set veröffentlicht fängt Songs From The Road Oli gerade auf dem vorläufigen Höhepunkt seiner Karriere ein; mit einer Setlist, die alle drei Alben vereint, die Oli dorthin brachten, wo er heute ist. Von seinem 2008er Album Open Road gibt es den unwiderstehlichen Groove von Stone Cold. Vom hochgelobten Heads I Win Tails You Lose (2010) ist Speechless mit dabei, während vom alles verändernden Album Here I Am (2012) Songs wie Thinking About Her, Manic Bloom und Devil In Me die Halle erzittern lassen. Durch die neuen Songs wie beispielsweise Love Is Taking Its Toll feiert Oli nicht nur seine bisherigen Höhepunkte, sondern zeigt auch eindrucksvoll, was wir in Zukunft von ihm erwarten können.
Tatsächlich ist Songs From The Road nur ein weiterer Höhepunkt, der Oli Brown ein weiteres erfolgreiches Jahr verspricht. Währenddessen macht dieser sich für einen aufregenden Sommer bereit: Neben seinen Shows als Support für die Gitarrenlegenden Joe Satriani und Johnny Winter spielt er außerdem noch auf verschiedenen Festivals und natürlich auf seiner eigenen Headline Tour.   
In Anbetracht all dieser Erfolge kann man leicht vergessen, dass Oli erst Anfang 20 und erst ein Jahrzehnt vergangen ist, seitdem er erstmals zur Gitarre griff. „Ich hatte überhaupt keine Karriereambitionen bis ich 2002 anfing Gitarre zu spielen“, erzählt er. „Blues war immer nur im Hintergrund, aber was mich wirklich bewegte, war das erste Stevie Ray Vaughan Album, das ich mir kaufte. Als ich anfing zu spielen, wurde ich vor allem von Hendrix beeinflusst. Er war auch ein Showman; wie er damals seine Gitarre in Flammen setzte - das habe ich nie gemacht!“
Bald schon begann Oli spontane Jamsessions in Norwich zu spielen: „Wir wussten nicht einmal, was wir da spielten, aber ich habe dabei viel gelernt.“ Den Schlüsselmoment hatte Oli Brown mit 15 Jahren, als er in die USA als Gast von Blinddog Smokin‘ eingeladen wurde – eine Rolle als Support, die sich eher zu einer Art Mentorenprogramm entwickelte, indem Oli mit Buddy Guy oder Taj Mahal erst auf der Bühne stand um anschließend von ihnen „unterrichtet“ zu werden. „Vorher war es mir eigentlich egal, welche Musik es ist, solange ich selbst spielen konnte“, gibt er zu. „Aber während dieser Zeit haben sie mir alles über Blues, Bühnenkunst und das Gespräch mit dem Publikum beigebracht.“
Oli kam noch mehrere Mal mit Blinddog Smokin‘ in die USA, während er nun auch die Ratschläge und Weisheiten  von Legenden wie Robben Ford, John Mayall und Walter Trout mit sich trug.
Machen wir einen Sprung ins Jahr 2008 und aus dem Schüler ist bereits ein Meister geworden. Als Labelchef Thomas Ruf dann eine atemberaubende UK Show von Oli besuchte, nahm dieser ihn sofort unter Vertrag. Von nun an entwickelten sich die Dinge sehr schnell. Noch im selben Jahr veröffentlichte Oli Brown sein erste Album Open Road: ein umwerfendes Debut, das funky Songs wie Psycho mit berührenden Solos wie Missing You verband.
So fing es an. Mit dieser ersten Veröffentlichung erwachte auch das Medieninteresse: Blues Matters wählte Open Road zum #2 Album 2008, Classic Rock erklärte, Oli habe den Blues im Blut wie wenige andere seines Alters. Nachdem die Oli Brown Band als einziger UK-Künstler für die International Blues Convention 2008 in Memphis ausgewählt wurde und Oli eine Live Session mit John Fry aufnahm, die in nur einem Monat 1,3 Millionen Zugriffe verzeichnete, hatte Oli sich endgültig einen Namen in der Szene gemacht.
 Schließlich hört auch der legendäre britische Produzent Mike Vernon von dem jungen Bluesmusiker. Schwer beeindruckt zog es ihn aus seiner Altersteilzeit zurück, um mit Oli an seinem zweiten Album Heads I Win Tails You Lose zu arbeiten. Veröffentlicht im April 2010 wurde die Platte überall hochgelobt und Mojo bezeichnete Oli sogar als „the hottest yound pistol in British blues“, während Classic Rock das Album auf Platz 3 der Bluesalben des Jahres wählte.
Nach mit einer Auszeichnung als ‚Best Male Vocalist‘ und ‚Best Young Artist‘ bei den British Blues Awards 2010 hätten sich manch andere Musiker sicher auf ihren Lorbeeren ausgeruht. Nicht so Oli. Er sagte einmal, dass Blues unbedingt live gehört werden muss und so tourte er allein im Jahr 2011 durch Europa, UK, Neu Seeland, Kanada und die USA. Nach zwei weiteren Preisen bei den British Blues Awards endete sein Jahr, wie er es sich nicht besser hätte erträumen können: mit 25 Show mit John Mayall. Jemand sollte ihn mal kneifen…
Doch gerade dann, wenn du glaubst, den wahren Oli Brown zu kennen, kommt er mit einem neuen Album: „The neue Album heißt Here I Am“, erklärt Oli, „denn ich will sagen ‚Das bin ich‘. Menschen wissen, wenn etwas unglaubwürdig ist. Ich versuche nur ehrlich zu sein.“ Here I Am ist der Sound eines Künstlers auf seinem Höhepunkt. Als Oli in das Studio in Nottingham kam, hatte er noch den Applaus der Fans, der Presse und seiner Vorbilder im Ohr sowie eine Wagenladung Trophäen und entsprechende Erwartungen im Gepäck. Die meisten 22-Jährigen hätten sich unter Druck gesetzt gefühlt, doch mit seinem Dreamteam aus Wayne Proctor (Schlagzeug/Produzent) und Scott Barnes (Bass) um sich, spielte er schnell zwölf neue zeitlose Songs ein.
Als das Album dann an die Spitze der Charts von iTunes, Amazon und HMV schoss und ihm die Auszeichnung als ‚Best Young Artist‘ bei den British Blues Award 2012 einbrachte, war klar, dass Oli Brown es wieder einmal geschafft hatte.

Biografie Walter Trout

"Ich werde oft gefragt, ob man meine Musik lieber Blues oder Rock nennen sollte. Ich sage: Wenn Sie der Musik unbedingt einen Namen geben müssen, dann nennen Sie sie bitte 'Fred'."
Walter Trout - der mit dem Glaubenssatz "Der Blues sollte kein Museum sein ... die Musik muss ständig wachsen und lebendig bleiben" seine musikalische Einstellung zum Ausdruck bringt - hat während seiner 35-jährigen Karriere immer wieder solche Aussagen gemacht. Die Veröffentlichung von FULL CIRCLE macht Trouts Philosophie jetzt noch deutlicher. Zusammen mit befreundeten Musikern zeigt Trout, dass er alle Stilnuancen des Bluesgenres zu würdigen weiß. Das Album spiegelt seinen bemerkenswerten Lebenslauf wider, vom bescheidenen Anfang als Sideman für mehrere Blueslegenden über den Aufstieg als Solokünstler bis zu seiner jetzigen Stellung als einer der populärsten Interpreten des Blues.

Walter Trout wurde 1951 in Ocean City, New Jersey geboren. Er wuchs in einem Musik liebenden Haushalt auf und fühlte sich schon als Kind dazu berufen, Musiker zu werden. Seinen Anfang im Schulorchester machte er auf der Trompete. Sein Traum von einer professionellen Musikkarriere bekam einen entscheidenden Impuls, als er dem großen Duke Ellington begegnet ist - Walter nennt das Ereignis einen "Wendepunkt" in seinem Leben.
Zu seinem zehnten Geburtstag hatte seine Mutter das Treffen mit den Jazzlegenden Ellington, Cat Anderson, Johnny Hodges and Paul Gonsalves organisiert. So wurde der Grundstein für eine Musikkarriere gelegt.

Mitte der 60er stieg Trout dann auf E-Gitarre um. Der Wechsel kam, nachdem er das Album Paul Butterfield Blues Band featuring Mike Bloomfield gehört hatte. Dieses Album beeinflusste Trouts Einstellung zur Musik grundlegend und zementierte zugleich seine Vorliebe für Blues und für die E-Gitarre. In den Rillen dieser Vinylplatte hörte Walter, wie Bloomfields Gitarre mit seiner Seele sprach - in einer Sprache, die über die der Worte hinausging. Trout hat es sich daraufhin vorgenommen, diese musikalische Sprache zu lernen und widmete sein Leben daraufhin der Gitarre. Er verbrachte Stunden, Tagen, Wochen, Monate allein in seinem Zimmer und übte bis seine Finger bluteten. Leider führte seine Obsession dazu, dass der einstige Einserschüler schließlich auch die Schule abbrach. Trost fand Walter als schüchterner Teenager in einem turbulenten Haushalt einzig in seiner wachsenden Fähigkeit, seine Gefühle durchs Gitarrenspiel zum Ausdruck zu bringen und in seiner Vision von einer Profikarriere als Musiker.

Als junger Mann spielte Trout in einer Reihe von Bands in New Jersey und wurde so zum Konkurrenten von Bruce Springsteen mit seiner Band "Steel Mill." 1973 packte er seine Habseligkeiten in einen VW Käfer und fuhr quer durchs Land bis zur Westküste. Als er in Los Angeles ankam, besaß er nur ein paar Kleidungsstücke, eine Trompete, eine Mandoline und einige Gitarren.

Er entwickelte sich dort schnell zum gefragten Sideman und war mit vielen der hiesigen Blueskünstler unterwegs. Oft war er der einzige "white boy" in den schwarzen Lokalen. Gigs mit Finis Tasby, Pee Wee Crayton, Lowell Fulsom, Percy Mayfield u.a. führten dazu, dass sich seine technischen Fähigkeiten schnell verbesserten. Die extrem niedrigen Gagen des jungen Musikers wurden durch die Möglichkeit, sich musikalisch auszudrücken mehr als ausgeglichen. Leider übernahm Trout von seinen Musikerkollegen auch eine weniger hilfreiche Gewohnheit, nämlich den Alkohol- und Drogenmissbrauch. Er spielte jedoch häufig mit dem Hammond B3-Genie Deacon Jones zusammen und führte seine Ausbildung in den Bands von John Lee Hooker, Big Mama Thorton und Joe Tex weiter.

1981 führte Trouts guter Ruf zum Einstieg bei den Bluesrock-Veteranen von Canned Heat. Er blieb bis 1984 Bandmitglied. Auf ihren Tourneen innerhalb und außerhalb der USA lernte er den Alltag als tourender Musiker kennen. Nacht für Nacht entwickelte sich sein schon beachtliches Gitarrenspiel weiter und bestätigte seinen Ruf als einer der fähigsten Leadgitarristen der Szene. In einer Band, die berühmt war für ihre Exzesse, ging Trouts Drogenkonsum jedoch weiter.

Als er die Chance bekam, den legendären John Mayall's Bluesbreakers beizutreten und neben ihrem Gitarristen Coco Montoya im Rampenlicht zu stehen, zögerte Trout nicht. Mit Trout und Montoya stieg diese Band in Schwindel erregende Höhen auf - ihre Alben erreichten die bislang höchsten Verkaufszahlen ihrer Geschichte, während Tourneen in aller Welt große Beachtung in den Medien fanden. In seiner Zeit bei den Bluesbreakers glaubte Walter, seinen Kindheitstraum nun fast erfüllt zu haben. Aber gleichzeitig geriet sein ungesunder Lebensstil außer Kontrolle; im Tour-Rider der Band stand bsw., dass Trout jeden Abend eine Flasche Jack Daniels bekommen sollte. Die Offenbarung kam schließlich in Ostberlin, als die Band einige Shows neben Carlos Santana spielte. Nach einem Auftritt, den Walter im alkoholisierten Zustand absolviert hatte, nahm ihn Santana zur Seite und erklärte ihm in einem offenen Gespräch, dass er dabei war, sein gottgegebenes Geschenk zu vergeuden. Dass dieser musikalische Meister und Idol Trouts Talent erkannt hatte und privat seine Sorgen über dessen Selbstzerstörung äußerte, bedeutete für Walter einen Wendepunkt ... kurz darauf verschwanden Drogen und Alkohol aus seinem Leben.

Als er clean war, spürte Trout, dass er mehr zu bieten hatte als nur das gelegentliche feurige Gitarrensolo als Sideman für die Bluesbreakers. Eine dänische Plattenfirma und Touragentur hatte schon Interesse an einem möglichen Soloprojekt gezeigt, nachdem Walter eine Zeit lang die Bluesbreakers geführt und mit ihnen einen besonders inspirierten Auftritt geliefert hatte. (Mayall war zu diesem Zeitpunkt krank.) Trout ging ernsthaft in sich und entschied letztendlich, dass die Zeit für eine Solokarrierre gekommen war. Er stellte eine Band aus ihm bekannten Musikern aus Los Angeles zusammen und nannte sie The Walter Trout Band. Auf die Trennung von Mayall folgten schnell die ersten Tourerfolge in Europa; Trout füllte dort große Hallen und spielte auf Festivals. Seine Musik lief im Mainstream-Radio. Anfang der 90er landete er mit seinem einzigartigen Bluesrock in den Charts und hatte sogar einige Radio-Hits. Er tourte ständig und veröffentlichte in diesem Jahrzehnt insgesamt acht Alben. Mit jedem davon gewann er neue Fans dazu.

Der kommerzielle Erfolg und die positiven Kritiken in Europa hielten ihn derart auf Trab, dass seine US-Aufenthalte bald nur dazu dienten, sich von den Strapazen zu erholen, die seine Popularität in Europa mit sich brachte. Wie viele andere amerikanische Blues- und Rootsmusiker hatte Walter Trout in Europa eine unglaublich große Fangemeinde, war aber zuhause kaum beachtet. Da er inzwischen eine Familie gegründet hatte, hatte der Musiker aber kein Problem damit. Die Freizeit bot ihm Erholung von der Welt des Tourens und Musikmachens.

Man mag es kaum glauben, aber die CD WALTER TROUT, die 1998 bei Ruf Records erschien, war seine erste "offizielle" Veröffentlichung in den USA. Kurz danach wurde die Band in Walter Trout and The Free Radicals umbenannt. Sie tourten jetzt verstärkt in den USA und gewannen mit ihren höchst explosiven, leidenschaftlichen Konzerten langsam, aber stetig neue Fans dazu. Ob auf einer großen Bühne vor 50.000 Menschen oder im kleinen Club vor ein paar hundert Gästen - es ging Walter immer darum, durch seine Kunst die Herzen der Menschen zu erreichen. Er wollte seine Leidenschaft für die verschiedenen Musikstile vermitteln, die seinen eigenen Sound geprägt hatten.

Seitdem hat Ruf Records ein halbes Dutzend Walter Trout-CDs in den USA veröffentlicht, während Walter noch effektiv und häufig auf Tour gegangen ist. Um eine größere Fangemeinde in den USA zu erzielen, hat er in den vergangenen Jahren fast genau so viel Zeit dort wie in Europa getourt. Aber seine europäischen Fans haben ihm trotzdem die Treue gehalten.

Mit FULL CIRCLE zeigt Walter Trout, dass seine musikalische Leidenschaft heute noch genau so stark ist, wie in der Zeit vor über 35 Jahren, als er als Teenager mit seiner Musikkarriere anfing. Er betrachtet das neue Album als Hommage an die Menschen und die Zeiten, die seine Karriere entscheidend geprägt haben. Er zeigt damit auch, dass die vielen "Lager" innerhalb des Bluesgenres nebeneinander bestehen und sich gegenseitig bereichern können, ohne sich gegenseitig den Rang abzulaufen oder die Authentizität zu bekämpfen. Es ist schon immer Trouts Traum gewesen, die Grenzen zwischen den Bezeichnungen, die den verschiedenen Musikgenres anhaften, zu sprengen. Damit will er zeigen, dass es völlig unwichtig ist, WIE man Musik nennt. Schließlich ist das, was man durch die Musik fühlt, für Walter Trout das einzig Wichtige.

Biografie Sue Foley

Change war die neunte Veröffentlichung von Sue Foley und ihre erste bei Ruf Records. Es ist eine warme, intime und akustische CD, von Sue Foley selbst produziert und von Richard Chycki (Aerosmith, Mick Jagger, Shawn Colvin) gemixt. Sue ist eine anerkannte Künstlerin, die mit vielen Preisen ausgezeichnet wurde: sie hat einen "Juno Award" bekommen (das kanadische Pendant zum "Echo"), 14 Mal erhielt sie den "Maple Blues Awards" und stellte damit einen Rekord auf, in Frankreich wurde sie drei Mal mit dem "Trophee France Blues Awards" geehrt (International Female Guitarist of the Year) und 2003 war sie für die "W.C. Handy Blues Awards" nominiert.
Neben ihren Auftritten in Clubs, Theatern und auf Festivals spielte Sue Foley schon auf Konzerten des späten John Lee Hooker, von BB King, Clarence "Gatemouth" Brown, Buddy Guy, Joe Cocker, Tom Petty, The Neville Brothers, Jonny Lang und vielen anderen. Sie spielt gerne live und tourt durch Europa und Nordamerika.
Sue Foley wurde bislang in wichtigen Zeitungen und Zeitschriften portraitiert, darunter die New York Times, die Los Angeles Times, Globe & Mail, Downbeat und MOJO. Sie war in den großen amerikanischen Radio-Shows (The House of Blues, Mountain Stage, Saturday Night Blues, Beale Street Caravan) und hatte bereits zahlreiche Fernsehauftritte in ihrem Heimatland Kanada. Sie ist im Vorstand der Stiftung "Music Maker Relief Foundation" (zusammen mit Bonnie Raitt, BB King and Taj Mahal) und engagiert sich für den musikalischen Nachwuchs und wohltätige Zwecke. Sie nimmt außerdem aktiv am "Blues In The Schools"-Programm in ihrem Wohnort Ottawa teil.
An Sue Foley gibt es noch eine weitere Seite zu entdecken: sie ist eine ausgezeichnete Songwriterin. Ihre Musik war im Kinofilm "You Can Count On Me" (nominiert für den Oscar und den Golden Globe 2001) zu hören und sie schrieb den Titelsong für die amerikanische TV-Serie "Just Cause".

Für die CD Change hat sie fünf eigene Songs geschrieben, darunter der wunderschöne, bewegende gleichnamige Titelsong. Die CD beginnt mit "Goin' Down the Road Again", zu dem Sue Foley inspiriert wurde, als sie Etta Baker traf, die mittlerweile 90 Jahre alte Gitarristin aus North Carolina mit dem feinfühligen und melodischem Fingerpicking im Piedmont-Stil. Es folgt "Hardworking Woman", Sue's Variante eines Songs von einer obskuren Mississippi Matilda, lange Zeit eines ihrer persönlichen Lieblingslieder.
Ein weiteres Foley-Original ist das ironische "Doggie Treats", ein klassischer Boogie Style Blues Song, der richtig schön rockt! Ebenfalls auf der CD sind das zeitlose "Careless Love" sowie Bessie Smith's "Sugar In My Bowl". Sue hat außerdem zwei Songs einer ihrer musikalischen Lieblingsidole aufgenommen, Memphis Minnie's "Bad Luck Woman" und "Me And My Chauffeur". Sue Foley erweist auch dem legendären Jimmy Reed mit dem warmen und wunderbaren "You Don't Have To Go" die Ehre, und dem späten George Harrison mit einer rührenden Version von seinem schönen "Here Comes The Sun". Das Album endet mit einer rockigen Eigenkomposition "Shake That Thing", ein fröhlicher Song, in dem es darum geht, das Leben zu genießen und loszulassen.
Sue Foley selbst meint zu dieser Produktion: "Ich glaube, mein neues Album Change bedeutet Wandel und Erneuerung für mich. Allein schon, dass es meine erste Live-CD und gleichzeitig meine erste Akustik-CD ist, ist eine Veränderung. Viele von den Songs spiele ich schon seit Jahren, aber ich habe sie nie aufgenommen. Ich hatte sie bis dahin nur zum Spaß für mich allein zu Hause gespielt, und ich denke, dies gibt der CD eine wirklich intime Stimmung. Ich glaube nicht, dass ich jemals diese Seite von mir auf einer Aufnahme gezeigt habe; und da das Album live in einer einzigen Nacht aufgenommen wurde, hat es eine ungeschliffene Qualität und eine magische Atmosphäre bekommen, die nur in diesem Moment mit Hilfe eines großartigen Publikums entstehen konnte."

Das war im Jahr 2004 - doch was ist inzwischen passiert im musikalischen Leben der Sue Foley?
In 2005 veröffentlichte Ruf Records die Compilation Blues Guitar Women. Die Songauswahl hat Blues Guitar Woman Sue Foley zusammengestellt, auch die Liner Notes und Biografien im umfangreichen Booklet stammen aus ihrer Feder.
Sue Foley sagt: "Auf diesen beiden CDs kommen wir Bluesgitarristinnen zusammen und teilen unsere Geschichten und Talente miteinander. Wie sollten wir es sonst auch anders schaffen? Die Anforderungen eines modernen Lebens, der Aufbau der eigenen Karriere und dann auch noch der Haushalt nehmen unsere ganze Zeit in Anspruch, nicht zu erwähnen das Chaos auf der Tour und das beständige Bedürfnis nach Balance und Ordnung!
Nicht einmal mir war klar, dass wir so viele sind, und es scheint, dass die Szene für Gitarristinnen pulsiert und immer stärker wird. Es gibt vielleicht mehr Gitarristinnen im Blues als in jedem anderen Genre. Die Stile innerhalb des Blues sind so unglaublich vielfältig: vom modernen, rockigen Blues von Joanna Connor oder Ana Popovic, bis hin zur bewundernswerten Schlichtheit von Etta Baker oder Precious Bryant. Das Leben und die Herkunft dieser Frauen sind so einzigartig wie ihre Musik. Von den Hügeln des Mississippi, aus allen Ecken der USA, Canada bis hin nach Osteuropa und darüber hinaus scheint kein Platz vor der Kraft der Gitarrenheldinnen sicher zu sein.
Es war mir ein Vergnügen, diese Compilation zusammenzustellen. Es hat mir viel Spaß gemacht, die alten und weisen Frauen des Blues zu entdecken, genauso wie die jungen Talente von heute und morgen. Und ich bin wirklich stolz, dass ich zu dieser so starken und anregenden Gesellschaft dazugehöre."

2006: Sue Foley veröffentlicht ihr 10. Album New Used Car (= neuer Gebrauchtwagen) und zeigt, wie die "Guitar Woman" Gas gibt.
Foley's markante Stimme und ihr exzellentes Gitarrenspiel beleuchten eine rasante und dynamische CD. Hier präsentiert sich nicht nur eine Künstlerin mit einer unglaublichen Vergangenheit, sondern Sue Foley zeigt mit diesem Album, wie sie noch mehr an Tempo zulegt und an Fahrt gewinnt.
Sie steigt ein mit einem powervollen Titelsong, fährt in ihrem "New Used Car" weiter die Straße entlang zu den smoothen Klängen von "When I Come Back To Ya", dem an die Stones erinnernden "Do It Again", dem soulvollen "Absolution" sowie acht weiteren Songs, die die Grenzen des zeitgenössischen Blues erweitern.
New Used Car läuft auf Hochtouren, Sue Foley legt einen höheren Gang ein und zieht auf der Überholspur vorbei. Steigen Sie ein - diese Fahrt lohnt sich!

Im Jahr 2007 war sie gemeinsam mit den Kolleginnen Deborah Coleman und Roxanne Potvin im Ruf's BluesCaravan unter dem Motto "Blues Guitar Women" zu sehen.

Biografie Shakura S'Aida

Geboren in Brooklyn, New York. Aufgewachsen in der Schweiz. Lebt seit vielen Jahren in Toronto, Kanada. Spricht drei Sprachen. 2009 hat sie in einem halben Dutzend Ländern gespielt und wird 2010 ihren Radius um einige Länder erweitern.

Shakura S'Aida ist seit 30 Jahren in der kanadischen Musikszene aktiv, wo sie bei Fans von Blues, Jazz und klassischem R&B mit souliger Stimme und starker Bühnenspräsenz für Furore sorgt. Ihre bedingungslose Hingabe an Musik als Kunstform ist beeindruckend.

Ob sie schweizerdeutsch, französisch oder englisch spricht - der Funke springt sofort über, wenn Shakura mit ihrem Publikum kommuniziert. Gemeinsam mit ihrer sensationellen Gitarristin Donna Grantis liefert sie eine kraftvolle Show, die ihr stets standing ovations einbringt.

Shakura hat kürzlich bei einer deutschen Plattenfirma unterschrieben und bringt ihre erste CD bei RUF Records heraus.

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Das Album "Brown Sugar" wurde in Tennessee aufgenommen und produziert von Jim Gaines, der mit Leuten wie Stevie Ray Vaughan, Huey Lewis, Santana, Coco Montoya and hunderten anderer gearbeitet hat. Von dem Dutzend Songs auf dem Album sind alle bis auf einen von Shakura und ihrer Gitarristin Donna Grantis geschrieben worden.

"Brown Sugar" wird im Frühjahr 2010 weltweit veröffentlicht. Shakura wird dafür in über einem Dutzend europäischer Länder auftreten (und sich dabei die Bühne mit Meena und Coco Montoya teilen) sowie die großen Festivals in Kanada und den USA spielen.

Internationale Erfahrungen hat sie natürlich schon gesammelt: 2009 konnte man sie auf einem großen Jazz Festival in Tanger erleben, sie besuchte einmal wieder Frankreich, Italien, Deutschland und die Schweiz und sie reiste zu einem Kurztripp nach Finnland, wo sie beim Mix und Mastern ihres Albums assistierte.

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Shakura S'Aida — "Scha-kuh-ra Ssa-ii-da "— machte ihre ersten Bühnenerfahrungen als Teenie. Die ersten Schritte unternahm sie in einer Band aus einem Stadtviertel Torontos, die "Mystique" hieß. Dort sang sie unter anderem neben dem späteren Superstar, der Sängerin und Schauspielerin Deborah Cox. Anschließend übernahm sie die Leadstimme bei der 13-köpfigen Worldmusicband "Kaleefah", die für einen Juno Award nominiert wurde.

Sie lernte schnell, wie man die Bühne beherrscht und richtig agiert. Ihr Schauspielertalent hat Shakura Rollen in Produktionen wie "Ain't Misbehavin'" und "Momma, I Want to Sing" beschert. Als Schauspielerin ist sie neben ihren Theaterengagements auch im Film zu sehen, beispielsweise in "Doomstown" (2006) und in Frances Anne Solomons "A Winter Tale". Außerdem hat sie in Fernsehserien gespielt, die auch in den USA gesendet wurden.

Im Verlauf ihrer Solokarriere hat Shakura viele Genres und Länder durchforstet und sie hat auf einigen der berühmten Bühnen der Jazzwelt gestanden. Sie ist im New Yorker Apollo Theater aufgetreten, sie ist in den letzten vier Jahren mehrfach für die Maple Blues Awards nominiert worden. In den Repertoires von Ray Charles oder Nina Simone ist sie ebenso heimisch wie im klassischen Katalog des Blues, und sie zieht mit ihrem eigenen Material, mit kraftvollen und emotionsgeladenen Songs, stets neue Hörerschaften in ihren Bann.


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"Ich habe mit all diesen unglaublichen Zufällen, die ich erlebt habe, wirklich großes Glück gehabt", sagt Shakura. "Mein Leben steckt voll mit tollen Abenteuern. Ich kann´s gar nicht abwarten, was als nächstes passiert!"
Was als nächstes passiert? Noch mehr internationale Bekanntheit und Anerkennung sowie eine wachsende Fangemeinde in der ganzen Welt. Das ist garantiert. Shakura S'Aida ist eine Naturgewalt, und zwar eine, auf die man bedingungslos setzen kann.

Biografie Savoy Brown

Wie Kim Simmonds in einem exklusiven Interview auf der DVD zu Songs From The Road verrät, hat er in Teenagerjahren nichts Derartiges erwartet oder gar erhofft: die Plattenverträge, die Fans, die Preise. In Newbridge, Wales, geboren fing Simmonds selbst als Fan an, vertieft in die Plattensammlung seines Bruders, die alles von Rock ‘ n‘ Roll über Gospel bis hin zu Doo-Wop führte. „Als ich 13 Jahre alt war, wurde mir klar, dass mir die Bluesmusik besonders am Herzen liegt“, erzählt Simmonds. „Damals fing ich an, einen eigenen Geschmack zu entwickeln. Also fing ich mit 13 an Gitarre zu spielen, und als ich 16 war, war ich bereits ziemlich gut darin. Ich denke, das kommt daher, dass mein Bruder mich mit all den Platten versorgt hat. Es war, als ich wüsste ich schon, was ich machen muss.“
Nachdem Simmonds wegen der Karriere nach London zog, wurde er eine einflussreiche Person in der vielleicht spannendsten Szene der Musikgeschichte – er gründete Savoy Brown während der ersten Welle des Britischen Bluesbooms, unterschrieb bei Decca, eröffnete Creams erste Show in London und wurde in einem Atemzug mit Eric Clapton und Jimmy Hendrix genannt.
Bereits damals wurde er zum Motor der Band. „ Ich hatte eine Vision,“ erzählt er. „ Und diese Vision ist noch immer am Leben.“
Bald darauf schaffte Savoy Brown das, was den meisten britischen Bands nie gelingt: Sie hatten Erfolg in Amerika - dank ihrer kraftvollen Songs und unermüdlichen Arbeitsmoral. „Über Sex, Drugs und Rock ‘n‘ Roll ist schon viel zu viel gesagt worden“, erklärte Simmonds 2008 Classic Rock. „Dabei ist es ein Klischee. Wir arbeiten alle extrem hart. Als wir nach Amerika kamen, waren wir wie eine kleine Armee. Man sagte uns, wir sollen 8:00 Uhr morgens aufstehen, und wir standen 8:00 Uhr auf. Man sagte uns, 21:00 Uhr sei Showtime, und wir standen 21:00 Uhr auf der Bühne.“  
Die Zeiten haben sich natürlich geändert und Simmonds zog aus einem London, das er nicht mehr wiedererkannte – „Die Punks waren überall!“ – nach New York City. Die Mitglieder von Savoy Brown kamen und gingen und die Musikszene änderte sich. Er aber blieb seiner Sache treu und heimste den Lohn dafür ein: Er performte an Orten wie der Carnegie Hall und dem Fillmore East und West, veröffentlichte 33 legendäre Alben und wurde schließlich auch in den Hollywood‘s Rock Walk Of Fame aufgenommen.
Es ist ein grandioser Lebenslauf, aber wenn man sich Songs From The Road anhört, ist man ihm doch sehr dankbar, dass er noch immer nach vorne und nicht zurück blickt. „Entwickle dich weiter”, antwortet Simmonds auf die Frage nach seinem musikalischen Motto. „Und das versuche ich. Ich bin stolz auf meine Vergangenheit, aber wenn man zu lange dort verweilt, wird sie dich nicht mehr loslassen. Deshalb versuche ich nur an den Moment zu denken. Und der beste Ort, um das zu tun, ist auf der Bühne…“         

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