Biografie Jeff Healey

Zum ersten Mal mit den sechs Saiten in Berührung kommt Jeff Healey im Alter von drei Jahren, schon mit sechs tritt er öffentlich auf. Das Wunderkind spielt in den frühen Teenagertagen in verschiedenen Bands, bevor er 1985 zusammen mit Joe Rockman (Bass) und Tom Stephen am Schlagzeug die Jeff Healey Band gründet. Im selben Jahr überredet ein Freund Albert Collins, Healey bei einem Konzert in Toronto auf die Bühne zu holen und zusammen ein wenig zu jammen. Schwer beeindruckt von dessen Performance lädt Collins Healey ein, zusammen mit ihm und Stevie Ray Vaughan live zu spielen. Healeys Fähigkeiten auf der Klampfe veranlassen den nicht gerade als Stümper bekannten Vaughan zur Aussage, der damals erst 19-Jährige revolutioniere das Gitarrenspiel.
Mit so viel Lob aus berufenem Munde kann man natürlich wuchern und im Anschluss an die Veröffentlichung von "See The Light" geht die Reise des Jeff Healey los, die ihn zusammen mit Acts wie ZZ Top, Bob Dylan, den Rolling Stones und Bonnie Raitt in die Welt hinaus führt.
Inspiriert ist Healey trotz Lobdudelei nicht nur vom Gitarrenrock, sondern auch vom Jazz der 20er und 30er Jahre. Folgerichtig veröffentlicht er nach 2000 mit seinem Projekt Blues Wizards mehrere Jazz-Alben, auf denen er selbst nicht in die Saiten greift, sondern die Trompete schwingt. Denn neben der Gitarre hat sich Autodidakt Healey auch dieses Instrument gefügig gemacht.
Jeff Healey kämpft zeitlebens mit dem Krebs, der ihm in jungen Jahren bereits das Augenlicht nahm. Die Erkrankung ist so schwerwiegend, dass er im Alter von nur 41 Jahren sein Leben an sie verliert. Anfang März 2008 verstirbt der Gitarrist, Trompeter und Sänger in seiner Heimatstadt Toronto im Kreis seiner Familie. Sein Tod trifft sein Umfeld trotz seines langjährigen Leidens unvorbereitet.

Discography:

1988 See the light
1990 Hell to Pay
1992 Feel This
1995 Cover to Cover
2000 Get Me Some
2002 Among friends
2004 Adventures in Jazzland
2005 Live at Montreaux 1999
2006 It's Tight Like That (live)
2008 Mess of Blues
2009 Songs From The Road (live)

Biografie Jack Bruce & Robin Trower

Als die Nachricht durchsickerte, dass Jack Bruce und Robin Trower zum ersten Mal zusammen live auftreten würden, war die Sensation perfekt.
Der Bassmann und Sänger der legendären Cream, der von Blues bis Jazzrock immer neue Wege aufzeigte, und der begnadete Gitarrist von Procol Harum, dem die Fesseln des Fünfminutenpop schon früh zu eng wurden und der mit seiner Saitenkunst nie den Klischees des Mainstream folgte: Beide haben jeder mehr als 40 Jahre ganz weit vorne an der Geschichte des Rock mitgeschrieben. Bereits Anfang der Achtziger trafen sie sich im Studio für zwei bemerkenswerte Alben (B.L.T. 1981 und Truce 1982). Auf das lang erwartete erneute Zusammentreffen der beiden Titanen mussten die Fans anschließend 27 lange Jahre warten: Erst Anfang des letzten Jahres kam "Seven Moons" in die Läden.

Mit dem ein paar Jahre jüngeren Gary Husband (Level 42, Gary Moore, John McLaughlin) an den Drums bildeten die Veteranen Bruce und Trower ein Power Trio, das ausschließlich neues Material anging. Trower hatte das Grundgerüst der musikalischen Themen entworfen und im Team mit Jack Bruce wurden Songs daraus, feiner Bluesrock mit psychedelischen Farben und wunderbar ausgeloteten Sounds - ein Album, das den lebendigen Geist der kreativen Siebzigerjahre der Rockmusik ins dritte Jahrtausend transportierte. "Seven Moons" war das dritte gemeinsame Produkt zweier in die Jahre gekommener Musiker, und es war ihr Meisterwerk.

Knapp ein Jahr später meldete eine Fansite: "Bruce Trower & Husband to take ´Seven Moons´ into orbit! Nur für ein paar Abende werden Robin und Jack das erste Mal überhaupt gemeinsam live auftreten, Ende Februar 2009."

In der Tat: Nach zwei Gigs - Karlsruhe und Köln - sollte das Trio im holländischen Nijmegen spielen, wo ein großes Kamerateam das Konzert aufnehmen würde, hieß es. Fans aus Frankreich, England, Deutschland und anderswo reisten an, um das Ereignis mit den holländischen Anhängern der Band genießen zu können. Einer schrieb im Fanblog: Dann geben die sich wohl richtig Mühe, wenn die Kameras da sind. Der Abend wurde in der Tat etwas besonderes, aber nicht wegen der Filmleute und ihrer Geräte. Es war erst der dritte gemeinsame Auftritt des Trios, aber die drei Musiker hatten inzwischen etwas entdeckt: Dass sie zusammengehörten. Dass sie eine Einheit bildeten. Aus so etwas entsteht Freude, da kommt Spaß am Spiel auf (Das wissen alle Musiker und Fußballspieler). Kameras braucht man da nicht. Schauen wir mal rein in den Abend.

Es ist 20:45. Der historische Abend im ehrwürdigen Concertgebouw De Vereeniging beginnt pünktlich. Jack Bruce, inzwischen 65, begrüßt das Publikum mit einem knappen "Good Evening" und die Band startet mit dem Titelsong von "Seven Moons". Nach knapp vier Minuten dann das erste Solo von Robin Trower, der ein wenig jünger als der Bassmann ist. Beide haben sich Falten zugelegt, aber alt wirken sie nicht. Bruce steht die Freude über die faszinierende Einlage ins Gesicht geschrieben. Trower bemerkt, dass es gut ist, was er da macht, und strahlt. Kaum ist das Solo beendet, gibt´s einen Rhythmuswechsel, fast ohne Pause, und das Trio legt mit dem zweiten Stück los; es ist der Blues "Lives Of Clay". Irgendwann bemerkt Jack mit hübschen Understatement: "Now we are beginning to get somewhere."
Sie werden an diesem Abend fast das komplette Album "Seven Moons" spielen, sie werden auch eine wunderbar lockere Version von "Carmen" präsentieren, einem Song von damals, von dem Album "B.L.T.", nicht so gläsern, sondern soulful, ganz tief. Und natürlich spielen sie auch die Erkennungmarken von Bruce, die er einst für Cream zauberte: Als erstes "Sunshine Of Your Love", dieses Stück mit dem legendären Bass-Riff.Trower ist auch dabei ganz er selbst, keine Clapton-Kopie, sondern ein souveräner Melodiensammler, der mit seinen WahWah-Effekten ganz ohne Effekthascherei spielt und an diesem Abend über sich hinauswächst. Ist "White Room" in dieser Version mit dem "white Hendrix", wie man Robin in den USA getauft hat, vielleicht zu neuer Größe gewachsen? Auch die Zugabe "Politician" zeigt Trower mit einem abgehangenen Solo.

Es ist nicht nur bemerkenswert, wie locker das Trio mit den Themen arbeitet, die es sich an diesem Abend vorgenommen hat. Und das, wo Nijmegen erst die dritte gemeinsame Live-Show ist. Die Freude, mit der die drei Musiker hier aufeinander zu gehen, der Spaß, den sie selber an ihrem Spiel deutlich sicht- und hörbar empfinden, machen die Aufnahme von diesem Ereignis zu einem echten Dokument zeitloser Rockmusik. Es ist besonders schön, dass einer wie Jack Bruce nach schweren Schlägen des Schicksals wieder auf der Bühne steht und manches mit großem Humor nimmt. Was vermeldet da der mit Worten so sparsame Schotte während der Show? "It is fantastic to be here. For me personally it is fantastic to be anywhere, actually..." Es tut gut, solche Musiker unter uns zu haben.

Biografie Ian Parker

Mit seiner unverwechselbaren, bitter-süßen Stimme und seiner schmetternden Gitarre, lässt Ian in seinen Songs keine Fragen offen. seine Gabe, seine Gefühle aufrichtig und ehrlich mit dem Publikum zu teilen, macht ihn unverwechselbar und einzigartig.

‚Gezeichnet von einer faszinierenden Reihe von Einflüssen, ist dieser junge Mann schnell zu einem der belibtesten britischen Blues- und Roots-Musiker geworden. Als herausragender Songschreiber liegen Ian's Wurzeln tief im Blues. Dennoch gibt er sich nicht damit zufrieden, lediglich traditionellen Blues zu spielen und an altem festzuhalten. Er ist zweifellos ein bedeutender blues man unserer Zeit.

Ruf Records nahm Ian unter Vertrag und stellte ihm den namhaften US-amerikanischen Produzenten David Z (Prince - Purple Rain) persönlich vor. Sein Debüt-Album ‚INSIDE' (RUF 1094) wurde im Oktober 2003 veröffentlicht.

" I was truly honoured to be involved in this project." David Z

Im März 2004 trat Ian im deutschen Fernsehen beim WDR-Rockpalast als Hauptakt des Crossroads-Festivals auf und von dieser denkwürdigen Show wurde im Juni 2005 eine Live-DVD veröffentlicht: ‚...WHILST THE WIND' (RUF 3007)

Ergänzend zu dieser Live-DVD kam ebenfalls im Juni 2005 ein Live-Album mit dem selben Titel heraus, auf welchem eine Show aus Dezember 2004 in Hannover zu sehen ist. (RUF 1102)
Beide Veröffentlichungen brachten größere Beachtung in Presse und Musik-Kritik sowie eine beeindruckende Verkaufsnachfrage mit sich.

Im September 2005 schrieb Ian 5 Songs für das Ruf's Bluescaravan-Projekt, aus dem das ‚PILGRIMAGE'-Album (RUF 1112) hervor ging, welches in Clarksdale, Mississippi und Memphis, Tennessee aufgenommen wurde und im Januaer 2006 zum Tourstart erschien. Diese Aufnahmen brachten Ian neben einer ausgedehnten Tour durch Europa und ersten Auftritten in den USA eine wichtige Festigung in seiner musikalischen Ausrichtung.

Nach seiner Rückkehr aus den USA im September 2005 begann für Ian ein intensiver Prozeß der Auseinandersetzung mit der Wiederentdeckung der Blues- und Soulgrößen, die ihn in seiner Jugend bereits tief inspirierten, als er begann, Musik zu machen. Diese Phase festigte Ian's musikalische Identität. Die Songs auf dem Album ‚WHERE I BELONG' (RUF 1120), das im Februar 2007 veröffentlicht wird, beweisen dies eindrucksvoll.

‚WHERE I BELONG' wurde in Cheltenham, England aufgenommen und von Matt Butler, der u.a. mit Paul McCartney arbeitete, produziert.
Analog auf Band aufgenommen, hat dieses Album den reichen, warmen Charakter des vor-digitalen Zeitalters, ohne im Ganzen ein Relikt der Vergangenheit zu sein!
‚WHERE I BELONG' bedient alle Blues-Fans, die konservativen wie die experimentierfreudigen und umfasst das Heranwachsen und die Selbsterfahrung eines zeitgenössischen Bluesmusikers, der gekommen ist, um zu bleiben.

Biografie Friend'n Fellow

In der Musik von FRIEND ´N FELLOW verbinden sich die Intensität des Blues, der Klang des Soul und die Freiheit des Jazz auf einzigartige Weise.
Tief beeindruckt und berührt folgt das Publikum dem virtuosen
Zusammenspiel dieser beiden Ausnahmemusiker.

Constanze Friend (vocals) studierte in Weimar modernen Gesang. Bereits als Sängerin der R&B Band "Mr Adapoe" war Constanze Gast zahlreicher europäischer Festivals, u.a. als support act für Alvin Lee und James Brown.

Thomas Fellow (guitars) studierte sieben Jahre Konzertgitarre in Weimar. Er war Preisträger internationaler Wettbewerbe und unternahm zahlreiche Konzertourneen durch Europa, die USA, Indien und Südamerika. Professor Thomas Fellow leitet die Ausbildung Gitarre/ Worldmusic an der Hochschule für Musik in Dresden sowie Kurse an verschiedenen Hochschulen und Festivals.

"ABSOLUTELY KILLING!" Das war die begeisterte Reaktion des Gitarren-Giganten Tommy Emmanuel. Der Miles-Davis-Saxophonist Bill Evans schrieb "You knocked me out with your playing" und die Blues-Legende Luther Allison kündigte FRIEND `N FELLOW bei ihren gemeinsamen Konzerten mit den Worten an: "The sound of the new century".

Es ist keine gewöhnliche Band, von deren musikalischen Qualitäten die Meister der verschiedensten Stile schwärmen.

"Eine Stimme und eine Gitarre - der Rest ist Staunen" (LVZ). Und in intensivster Interaktion entsteht eine einzigartige Mischung aus der Energie des Blues, der Freiheit des Jazz und dem Klang des Soul. Mühelos brechen Constanze Friend (voc) und Thomas Fellow (guit) alle musikalischen Schranken und begeben sich mit dem Publikum auf eine mitreißende, kraftvolle Reise durch ihr musikalisches Universum.

Nach über 1000 Konzerten von New York (World Trade Center) bis Bejing (China Millenium Park) und von Paris (Elyssees Montmartre) bis Wien (Radiokulturhaus ORF) und Auftritten im Programm mit Ray Charles, Al Jarreau und Simply Red gelten sie inzwischen als das erfolgreichste Projekt dieser Art in Europa.

Mit der aktuellen CD "LADY" gelingt den Beiden ein weiterer Beweis ihrer Fähigkeit, kompromisslos jedem einzelnen Song einen unverwechselbaren Klang zu geben und ihn auf das Wesentliche zu konzentrieren. Tiefe, Dynamik und Intensität machen das neue Album geradezu zu einem "Best of" der Qualitäten von FRIEND `N FELLOW.

Und da auch ihre Live-Konzerte als Attraktion ersten Ranges gelten, kann man nur empfehlen: Nicht verpassen, denn "Das glaubt man nur, wenn man es erlebt hat" (Musix)

Biografie Erja Lyytinen

In den letzten Jahren hat Erja Lyytinen die internationale Musikszene im Sturm erobert.
Sie ist eine junge, talentierte Sängerin, Songwriterin und außergewöhnliche Gitarristin, die von einer Dobro bis zur Slide-Gitarre alles spielt. "Aber die Gitarre - oder jedes andere Instrument - ist nur dazu da, mein Anliegen zu unterstreichen, welches ich mit meinen Songs ausdrücken möchte", sagt sie.

Erja wurde in Kuopio, einer finnischen Kleinstadt, in einer Musikerfamilie geboren. Mit 15 Jahren stand sie mit ihren Eltern auf der Bühne und sang, spielte zuerst Geige und später E-.Gitarre. "Die Leute wunderten sich damals, wie es kam, dass ein junges Mädchen sich für dieses Instrument entschied, aber wenn man aus einer solchen Musikerfamilie stammt - meine Mutter ist Bassistin und mein Vater Gitarrist - ist es für die Tochter kein großartiger Schritt zur E-Gitarre", sagt sie lachend.

Erja's zweites Album "Wildflowers" (Bluelight Records), bei dem sie übrigens auch in die Produktion eingebunden war, wurde im Juni 2003 auf einem der größten finnischen Musikfestivals, dem Puistoblues Festival, offiziell veröffentlicht. "Das war großartig!" erzählt Erja begeistert. "Wir spielten vor Koko Taylor und Bonnie Raitt, die beide einen immensen Einfluß auf mich hatten." Erja ist oft mit Raitt verglichen worden und das finnische Magazin BLUES NEWS nannte sie soger die Bonnie Raitt von Finnland.
"Ich denke, der hauptsächliche Grund, warum mich einige Leute als Bonnie Raitt von Finnland bezeichnen, ist, dass wir beide Frauen sind und Slide-Gitarre spielen. Aber natürlich war es fantastisch, als ich dann tatsächlich die Chance hatte, sie persönlich kennen zu lernen und feststellen konnte, dass sie eine wirklich nette Frau ist."

Im Jahr 2005 kam Erja zu Ruf Records und flog direkt in die Südstaaten der USA, wo sie mit den britischen Musiker-Kollegen Ian Parker und Aynsley Lister an einem gemeinsamen Projekt arbeitete, dessen Ergebnis das Album "Pilgrimage from Mississippi to Memphis" (RUF 1112) - ein voller Erfolg - sowie eine ausgedehnte Tour mit dem BluesCaravan 2006 "The New Generation" über weite Teile Europas und zu einigen Festivals in den USA, die auch auf der Live-DVD "BluesCaravan 2006 - The New Generation" (RUF 3014) festgehalten wurde, war.
Einer der Songs, die Erja für diese BluesCaravan Tour schrieb, ist auch auf der CD "Blues Guitar Women" (RUF 1110) zu hören, die von der kanadischen Bluesmusikerin und Preisträgerin Sue Foley zusammengestellt wurde.

Erja kehrte im Jahr 2006 zurück in die USA, um ihr erstes Soloalbum für Ruf Records aufzunehmen: "Dreamland Blues" (RUF 1114). Das Projekt führte sie mit außergewöhnlichen Musikern zusammen: Dem Bassisten David und seinem Bruder Kinney Kimbrough am Schlagzeug (beide sind Söhne des Hill Country Blues-Legenden Junior Kimbrough) sowie mit dem langzeitigen Musik-Partner Davide Floreno an der Rhythmusgitarre und am Bass. In den zwölf Songs auf "Dreamland Blues" hören wir, wie Erja die Seele und den Geist von Mississippi in sich aufsaugt. Ihr herzzerreißendes und dreckiges Slidegitarrenspiel steht in starkem Kontrast zu ihrer zierlichen, nordeuropäischen Gestalt und akademischen Musikausbildung.
Sie integriert in ihre Songs eine Menge Einflüsse, wie Jazz, Pop, R&B und Country Music, aber wie Ian Parker richtig feststellte: "Erja hat nun ihre wahre musikalische Heimat - den Blues gefunden."

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